FAQ

Elektromobilität wirft viele Fragen auf. Es gibt Bedenken, Halbwissen und jede Menge Vorurteile. Mit unserem Faktencheck bringen wir Licht ins Dunkel.

Reichweite

Ist die Reichweite von Elektrofahrzeugen nicht zu gering?
Elektrofahrzeuge haben heute eine mögliche Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Studien belegen, dass selbst niedrigere Reichweiten für die meisten vollkommen ausreichend sind (Stadtverkehr, Flotten von Pflegediensten, lokale Dienstleister, Taxen etc.). Denn 80 Prozent der Bevölkerung fahren täglich nicht mehr als 80 Kilometer. Lediglich vier Prozent fahren über 160 Kilometer am Tag.  Zudem sind Fahrten im Stadtverkehr mit klassischen Verbrennungsmotoren höchst emissionslastig und perfekt für Elektrofahrzeuge. Neue Modelle haben zudem eine immer höhere Reichweite.

Wovon hängt die Reichweite ab?
Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab: Akkukapazität, Gewicht des Fahrzeugs, Fahrweise, Streckenprofil und Zusatzverbraucher wie Heizung und Klimaanlage.

Ist es ratsam, in einem Firmenfuhrpark komplett auf Eletromobilität zu setzen?
Für Service-Fahrzeuge von Monteuren, Lieferanten etc. reicht eine Akkuladung im Normalfall aus. Die Fahrzeuge können perfekt über Nacht wieder aufgeladen werden. Das ergibt deutliche Vorteile bei den Betriebskosten. Für Vertriebsmitarbeiter gibt es Fahrzeuge mit höherer Reichweite. Außerdem haben sie die Möglichkeit an einer Schnellladesäule ihr Fahrzeug über Mittag wieder aufzuladen.

Reicht ein voller Akku aus, um überall hin zu kommen?
Ein voller Akku ist für die meisten Alltagssituationen ausreichend. Das Ladenetz in Deutschland umfasst mittlerweile fast 9.000 Ladestationen mit ca. 175.000 Anschlüssen. Und es wird zunehmend ausgebaut.

Kosten

Sind Elektroautos nicht vergleichbar teuer in der Anschaffung?
Elektroautos sind zwar teurer in der Anschaffung, im Betrieb jedoch deutlich günstiger. Je mehr ein Auto bewegt wird, desto rentabler ist es. Für Firmenfahrzeuge also ideal. Außerdem sind Elektrofahrzeuge pflegeleichter und müssen weniger gewartet werden. Viele bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor übliche Verschleißteile gibt es nicht. Zudem gibt es für Elektrofahrzeuge Vergünstigungen: Erlass der Kfz-Steuer, Umweltprämien, Sonderrechte im Straßenverkehr wie speziell ausgewiesene Parkplätze und vieles mehr.

Wird die Ladeinfrastruktur finanziell gefördert?
Der Bund fördert die Einrichtung neuer Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Die Förderung wird als Investitionszuschuss gewährt. Private Investoren, Unternehmen, Städte und Gemeinden können die Förderung beantragen. Sie umfasst neben der Ladestation auch Netzanschluss und Montage. Der Staat beteiligt sich an 40 Prozent der Kosten, wenn der bereitgestellte Strom aus erneuerbaren Energien vor Ort stammt.

Rentiert sich eine E-Ladestation immer?
Elektrofahrzeuge sind in der Unterhaltung und im Betrieb deutlich günstiger. Wird das Auto normal genutzt, lohnt sich die Investition. Zudem bieten wir modulare Lösungen. So ist es möglich klein anzufangen und jederzeit einfach aufzustocken.

Ist das Laden nicht viel zu teuer?
Die Stromkosten für Elektroautos sind im Gegensatz zu den Kraftstoffpreisen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor erheblich günstiger. Mit fünf Euro z.B. kommt ein Elektroauto doppelt so weit, wie ein Diesel-Pkw. Fahrer von E-Autos profitieren außerdem häufig von einem Extra-Bonus. Denn es gibt sehr viele kostenlose öffentliche Ladepunkte.

Infrastruktur

Sind flächendeckend Lademöglichkeiten vorhanden?
Mittlerweile gibt es in Deutschland fast 9.000 Ladestationen. Tendenz steigend! Ladestationen sind überall zu finden. Außerorts, innerorts, an Autobahnen, bei Tankstellen, Parkhäusern, Einkaufszentren etc.

Informieren Sie sich hier über die öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Deutschland.

Kann ich überall laden?
Strom laden können Sie an eigenen oder öffentlichen Ladestationen. Das öffentliche Ladenetz wächst rasant. Auch gibt es immer mehr öffentliche Schnellladestationen.

Wie funktioniert die Bezahlung an einer öffentlichen Ladesäule?
Für jede neue öffentliche Ladesäule gilt: Der Nutzer kann sein Fahrzeug einfach und spontan aufladen. Und zwar auch ohne Stromvertrag. Entweder kostenfrei, bargeldbasiert, per EC- oder Kreditkarte oder per App. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit vertragsbasiert zu laden und zu zahlen.

Es gibt Schnelllade-Säulen, Normalladestationen, verschiedene Steckersysteme etc. Ist das nicht viel zu kompliziert?
Es gibt einen einheitlichen europäischen Standard. Alle seit Sommer 2016 in Betrieb genommenen Elektroladestationen sind damit kompatibel. Außerdem unterstützen alle europäischen Automobilhersteller diesen Standard.

Fahrzeugmarkt

Gibt es genug Modelle am Markt?
Die Auswahl an Elektroautos ist groß. Allein die deutschen Autobauer haben mittlerweile weit über 30 Modelle. Und es werden immer mehr.

Und wie sieht es bei Nutzfahrzeugen aus?
Auch für Nutzfahrzeuge kann sich Elektromobilität rentieren. Die Deutsche Post beispielsweise möchte ihre Kurzstreckenflotte mittelfristig komplett umstellen. Für Langstrecken ist Brennstoffzellentechnik sinnvoll. Ob Bus, Bahn oder Lkw – mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge erreichen hohe Reichweiten.

Welche Lebensdauer hat ein Elektrofahrzeug?
Entscheidend für die Lebensdauer eines Elektroautos ist die Batterie. Mittlerweile geben Hersteller bis zu acht Jahre Garantie darauf. Die Batterie lässt sich problemlos durch eine neue ersetzen. Dann ist die Lebensdauer mit einem Benziner vergleichbar.