Christian Tebbe

 

Duales Studieren zahlt sich aus

Projektleiter, Teamleiter und Ausbildungsleiter für Studenten: Christian Tebbe ist gefragter Fachmann für viele Aufgaben bei SCHULZ Systemtechnik. In wenigen Jahren hat er beruflich Karriere gemacht. Alles fing mit einem dualen Studium an. Ein Weg, den er auch heute wieder so gehen würde.

Jetzt Karriere starten

Christian Tebbe erinnert sich:

Elektrizität fand ich schon immer spannend. Bereits als Kind habe ich an defekten Haushaltsgeräten getüftelt und sie repariert. Und für unseren Traktor im elterlichen Betrieb bastelte ich zum Beispiel aus einem alten Fön einen Ventilator. So stand für mich von Anfang an fest, später auch beruflich mit Elektrotechnik zu tun haben zu wollen.

Während der Abiturzeit im Jahr 2000 habe ich mich dann näher mit diesem Wunsch befasst. Damals war die Möglichkeit, Studium und Berufsausbildung miteinander zu kombinieren, recht neu. Auch mein Bruder hatte sich ein Jahr zuvor dafür entschieden – allerdings im Bereich Wirtschaft. Die Vorteile liegen auf der Hand: Nicht nur Theorie, sondern gleichzeitig auch viel Praxis. Das wollte ich auch.

In der Zeitung las ich, dass SCHULZ Systemtechnik ein duales Studium im Bereich der Elektrotechnik anbot. Also habe ich dort zunächst ein dreiwöchiges Praktikum gemacht, um das Unternehmen besser kennen zu lernen. Die Vielseitigkeit und Innovationskraft fand ich dabei besonders toll. So habe ich mich gleich für diese Ausbildungsform angemeldet, die ich von 2001 bis 2005 durchlief. Und zwar immer im Wechsel, d. h., zwölf Wochen Studium, zehn Wochen praktische Ausbildung und wieder zwölf Wochen Studium.

2004 hatte ich dann den Gesellenbrief des Elektroinstallateurs in der Tasche. Ein Jahr später war ich Ingenieur. In meiner Diplomarbeit befasste ich mich mit der Entwicklung eines Klimacomputers für Tierhalter – eine wichtige Konzeptstudie, die Grundlage für unsere heutige Agrarmanagementplattform AgriFarmControl wurde.

Seit dem Ende meiner Ausbildung arbeite ich bei SCHULZ in der Industrieabteilung. Zunächst als Fachplaner, dann als Projektleiter und seit einigen Monaten auch als Teamleiter für die CAE-Schaltanlagenkonstruktion. Dabei bin ich viel rumgekommen und wirke immer wieder an spannenden Projekten mit – auch nicht ganz alltäglichen. Beispielsweise an der Automatisierung eines überdimensionalen Fußball-Flippers zur WM 2014, der für Public Viewings in ganz Deutschland auf Tour ging. Oder einem umfangreichen Projekt für die Kaffeeindustrie in Belgien. Das war besonders interessant, weil wir dort in kurzer Zeit die ganze Automatisierungspalette verbauen mussten. Auch unsere angehenden Elektroingenieure betreue ich, führe Vorstellungsgespräche und wähle den Nachwuchs aus.

Genau diese Abwechslung ist es, die ich an meinem Job liebe. Und da war das duale Studium von Anfang an hilfreich. Mehr Praxisnähe, mehrere Abschlüsse und eine gesicherte Studienfinanzierung. Dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es auch mehr Fleiß bedeutet als im klassischen Studium: Keine Semesterferien und andere Freiräume. Studienfreie Zeiten verbringt man im Betrieb. Aber dennoch überwiegen die Vorteile und ich würde auch heute diesen Weg wieder einschlagen.

Zukunft Elektromobilität